Ansprüche von Costa Opfern - Reisegepäckversicherung


09.02.2012

Die italienische Verbraucherschutzorganisation Altroconsumo hat nach Angaben der vzb mit dem Unternehmen ein Angebot ausgehandelt, das Schäden für viele Verbraucher ausgleichen soll.

Danach bietet die Costa jedem Unfallopfer eine einmalige Zahlung von 11.000 Euro zum Ausgleich sämtlicher materieller und immaterieller Schäden an, die mit Erhalt des Geldes auf alle weiteren Rechtsmittel verzichten. Mit dieser Summe sind abgegolten:

Schäden durch Verlust von Gepäck und persönlichen Gegenständen
psychische Beeinträchtigungen und Schadenersatz für entgangene Urlaubsfreuden
vollständiger Ersatz der Kosten für die Kreuzfahrt inklusive Hafengebühren
Ersatz der zur Kreuzfahrt zählenden Transferkosten (Bus, Flug)
Ersatz der für die Rückkehr getragenen Reisekosten
Ersatz von Arztkosten
Ersatz der während der Kreuzfahrt entstandenen Kosten

Zudem hat sich Costa verpflichtet, eventuell an die Passagiere von deren individuellen Versicherungen ausbezahlte Beträge nicht von der obigen Summe abzuziehen.

Dies ist für alle Kunden wichtig, die bei dem Unglück ihr Reisegepäck verloren haben. Eine Erstattung der Reisegepäckversicherung wird von Costa gemäß dieser Aussage offensichtlich nicht von der Einmalzahlung abgezogen.

Die Entschädigungsleistungen sollen nach Angaben von Altroconsumo innerhalb von sieben Tagen nach Annahme des Angebots durch die Passagiere gezahlt werden. Dazu empfehlen die Verbraucherschützer, dem Unternehmen unter Angabe des vollen Namens mit Geburtsdatum unverzüglich die Annahme des Angebots mitzuteilen.

Der vereinbarte Pauschalbetrag ist höher als der in den internationalen Konventionen und Gesetzen vorgesehene Betrag. Er wird unabhängig vom Alter der Passagiere gezahlt und gilt demzufolge auch für nicht zahlende Kinder. Daher empfehlen die Verbraucherzentralen grundsätzlich die Annahme dieses Angebots.  

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