Krankenkasse empfiehlt Reisekrankenversicherung für Griechenlandreisen


05.08.2015

 

 

Die Krankenkasse DAK-Gesundheit empfiehlt bei Urlaubsreisen nach Griechenland, eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen. Nach Ansicht der DAK ist derzeit nicht sichergestellt, dass die ärztlichen Leistungen über die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgerechnet werden können.

Risiken für Griechenland Urlauber

Griechenland-Urlauber müssen sich im Krankheitsfall darauf einstellen, dass zahlreiche Ärzte dort notwendige Behandlungen nur gegen Bargeld durchführen können oder wollen. Damit besteht natürlich die Gefahr, dass die Urlauber auf einem Großteil der Behandlungskosten sitzen bleiben. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten solche Barzahlungen nämlich nicht.

private Reisekrankenversicherung zahlt auch bei Griechenland Urlaub

Der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung bietet hier eine erschwingliche, kurzfristige Lösung. Eine Erstattung der Behandlungskosten wird dann von der Reisekrankenversicherung übernommen. 

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist bis zur Abreise nach Griechenland noch online möglich.

Die nationale Griechische Krankenversicherung hat erhebliche Außenstände

Hintergrund ist die Befürchtung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), dass der nationale griechische Träger für Gesundheitsleistungen EOPYY seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Derzeit gibt es offenbar Außenstände der nationalen griechischen Krankenversicherung von 80 Millionen Euro. Die Krankenkassen fürchten daher (wohl nicht ganz zu Unrecht) auf den Kosten für ihre Versicherten sitzenzubleiben. Denn der Großteil der Außenstände ist durch Behandlungen griechischer Staatsbürger in Deutschland aufgelaufen.

Denn zwischen den europäischen nationalen Krankenversicherungen gibt es Kooperationsvereinbarungen. Wenn diese von der griechische Seite nicht mehr eingehalten werden können wird dies mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die Abrechnungen der Verbindungsstelle mit der deutschen Krankenversicherung haben.

Da zudem die griechischen Ärzte mehr und mehr befürchten, dass die EOPYY die Behandlungskosten ausländischer Touristen nicht mehr übernehmen kann, verlangen sie Barzahlung des Patienten.

 



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